Laborbericht

Aus dem Labor

06.09.22

Topqualität in der Front

Keramische Veneers und Kronen aus IPS e.max Press im praktischen Beispiel

Nicola Pietrobon

Im folgenden Patientenfall stellt Nicola Pietrobon aus Zürich Möglichkeiten von IPS e.max Press in Kombination mit dem Programat Pressofen vor. Ivoclar hat Material und Equipment in den vergangenen 30 Jahren fortwährend weiterentwickelt und perfektioniert. So kann das Labor, wie in diesem Patientenfall, sehr gute Ergebnisse erzielen. Er erforderte eine ästhetisch anspruchsvolle Lösung für den Frontzahnbereich. Die Arbeiten sind in Zusammenarbeit mit PD Dr. Stefan Paul, Zürich, entstanden.

Eine 28-jährige Patientin wurde in der Zahnarztpraxis vorstellig. Sie war mit dem Erscheinungsbild ihrer oberen Frontzahnreihe unglücklich. Die vorliegenden Schmelzdefekte (Amelogenesis imperfecta) waren bereits mit Komposit aufgebaut und optimiert worden. Die erreichten Ergebnisse waren für die Patientin jedoch nicht zufriedenstellend (Abb. 1). Entsprechend musste nach einer Alternative gesucht werden, die sowohl in ästhetischer als auch in funktioneller Hinsicht die bestehende Situation verbessern würde. Die Materialauswahl fiel auf IPS e.max Press, die hochästhetische Leuzit-Glaskeramik. Besonders bei der Rekonstruktion dentaler Defekte bewährt sich das Material seit Jahren. Es besticht durch seine Natürlichkeit und erfüllt unsere hohen Qualitätskriterien ausnahmslos.
Nach einer Analyse der Ausgangssituation entschieden wir uns dafür, die zentralen und lateralen Schneidezähne als Veneers umzusetzen (Abb. 2). Um eine ideale Eckzahnführung zu erreichen, wurde auch der palatinale Anteil des Zahns benötigt. Daher setzten wir bei der Frage nach der Verbesserung der Eckzahnsituation auf die Herstellung von Kronen.
Für die Dauerhaftigkeit und Passgenauigkeit von Restaurationen ist eine sorgfältige Präparation unerlässlich. Um diese möglichst zahnschonend umzusetzen, arbeiteten wir mit einem aufgesetzten Mock-up – zunächst bei den zentralen, dann bei den seitlichen Schneidezähnen.
Wir bereiteten die IPS e.max Press Restaurationen im Labor vor (Abb. 3). Wir entschieden uns für einen IPS e.max Press MT-Rohling mit labialer Schichtung. Für das Pressen des Rohlings wurde der Programat EP 5010 G2 genutzt und das IPF-Programm ausgewählt, welches vollautomatisch presst. Nach dem Ausbetten schichteten wir die Restaurationen fertig. Die vorbereiteten Kronen und Veneers wurden nun angeätzt und zur Zementierung vorbereitet.
Wie wir es von IPS e.max Press gewohnt sind, fügten sich die ausdrucksstarken vollkeramischen Einzelzahn-Restaurationen harmonisch in das natürliche Umfeld ein. Die Restaurationen wurden adhäsiv befestigt. Nach der Eingliederung waren sowohl die Patientin als auch der Zahnarzt und wir als Zahntechniker sehr zufrieden (Abb. 4). Die natürliche Transluzenz und Opazität der Keramikrestaurationen fügte sich perfekt in die Mundsituation ein. Diese Reproduktionsmöglichkeiten zeigen, in welch hoher Qualität Restaurationen mit modernen keramischen Werkstoffen hergestellt werden können.

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